Die Frauen- oder Geschlechterforschung hat sich in der Bundesrepublik, ähnlich wie in anderen Ländern, in den vergangenen zwanzig Jahren in rasantem Tempo entwickelt. Die ursprünglich gängige Unterdrückungs- oder Patriarchatsthese stand schnell zur Debatte, da an ihr zurecht kritisiert wurde, dass sie (1.) ontolo-gisiert, also bestimmte Eigenschaften als männlich und weiblich festschreibt und dass sie (2.) dichotomisiert, also eine Zweigeteiltheit voraussetzt und reifiziert.
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