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„Lokale Partnerschaften“ und quartiersbezogene Ansätze gelten seit einigen Jahren sowohl in der kritischen Sozialwissenschaft als auch in EU-Programmen zunehmend als fortschrittliche und angemessene Antworten auf Arbeitslosigkeit, Armut und soziale Marginalisierungsprozesse (vgl. Borzaga/Olabe/ Greffe 1999; Campbell 1999). In der Bundesrepublik wurden die spezifischen Armutsentwicklungen und Ausgrenzungsmuster in städtischen Regionen von staatlicher Seite im internationalen Vergleich erst relativ spät als eigenständige Handlungsfelder entdeckt. Lange Zeit konzentrierten sich die unterschiedlichen Förderinstrumentarien, so z.B. zur behutsamen Stadterneuerung in Berlin in den achtziger Jahren, mehr auf die Verbesserung der baulichen Infrastruktur als auf die Integration von wohnungs-, sozial-, beschäftigungs- und strukturpolitischen Maßnahmen. Es waren vor allem Selbsthilfeinitiativen und (inzwischen institutionalisierte) Teile der neuen sozialen Bewegungen, die über bürokratische Hindernisse und den Widerstand der Verwaltungen hinweg innovative Ansätze (Verknüpfung von sozialen, ökologischen und feministischen Inhalten) entwickelten und damit begannen, über die Nutzung unterschiedlicher Förderquellen neue und gesellschaftlich sinnvolle Betätigungsfelder für sozial marginalisierte Gruppen zu erschließen und lokale Partnerschaften zu bilden.
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