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Die Frage, wer und was die Entwicklung der Wissenschaften in welche Richtung steuert, hat nicht erst in jüngster Zeit weitverbreitetes Interesse gefunden. Wurde Wissenschaft bis weit in das 20. Jahrhundert hinein allenthalben zur Lösung von wirtschaftlichen, technischen, politischen, kulturellen und medizinischen Einzelproblemen eingesetzt, so scheint von ihrer Entwicklung heute nicht nur das Leben auf einem angestrebten Niveau wirtschaftlicher und kultureller Standards, sondern auch das physische Überleben der ganzen Menschheit abzuhängen. Alleine der wachsende Aufwand an finanziellen und personellen Mitteln aufseiten des Staates und der Wirtschaft machen Planung, d.h. externe Steuerung erforderlich. Angesichts des exponentialen Wachstums des wissenschaftlichen Wissens ist aber auch die interne Steuerung zu einem vordringlichen Problem geworden. Es geht dabei um die Beantwortung der Frage, ob und unter welchen Bedingungen sich Wissenschaftsproduzenten und -anwender sowie Forschungspolitiker gleichermaßen auf methodologische Regeln des Erkenntnisfortschritts als Beurteilungskriterien für Aussagen, Theorien und Forschungsprogramme verständigen können.
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