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Entgegen der klischeebehafteten Vorstellung der Straße als Flanier- und Präsentierraum urbaner Lebensstile, thematisiert der Beitrag die Frage, welchen stilbildenden Stellenwert der Straßenraum in der Berliner Kreativ- und Modewirtschaft einnehmen kann. Gerade junge Unternehmer zeigen Praktiken der Mobilisierung, Aktivierung und Umprogrammierung des Straßenraums, um sich neu zu Positionieren und Aufmerksamkeitserträge zu generieren. Dadurch entstehen — aus der Sicht der Unternehmer — sog. Dritte ‚Orte’, die weder dem Funktionsbereich ‚Arbeit’ noch dem Funktionsbereich ‚Privatsphäre’ zuzuordnen sind. Die Praxis der Kulturalisierung der Orte verbindet sich mit der funktionalen Entkoppelung von Straße und Bühne. Straße und Vorräume werden als erweitertes Territorium bzw. als eine Art Vorgarten einer flexiblen Clubaber auch nischenorientierten Shoppinglandschaft codiert. Der Artikel überprüft zunächst die Leistungsfähigkeit der Begriffe ‚Performativität’, ‚Performanz’ sowie ‚Publics’ und skizziert die Praxis der Mobilisierung der Straße und des Straßenraums aus der Sicht junger Kreativunternehmer.
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