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AuszugDer Begriff „Sozialer Ausschluss“ — der allein in diesem Band in jedem Beitrag verschieden definiert wird — zielt in der Regel übereinstimmend darauf, dass bestimmten Teilgruppen Zugang oder Teilhabe an für wesentlich erachteten gesellschaftlichen Gütern oder Prozessen verwehrt werden. Als kritischer Begriff verweist er in der Intention der SprecherInnen auf Ungerechtigkeit, d.h. auf ein Anzeigen problematischer Entwicklungen. Während es in den Zeiten des Wohlfahrtskapitalismus noch möglich war, Erscheinungen ungleicher Zugänge als Übergangsphänomene moderner ziviler Gesellschaften zu interpretieren, die mit der weiteren Entwicklung unbedeutender werden könnten, zeigen die neueren Tendenzen des globalisierten „entgrenzten“ Kapitalismus (Böhnisch/Schröer/Thiersch 2005) deutlicher, dass (graduelle) Teilhabeverweigerungen zu seinen grundsätzlichen Konstruktionsprinzipien gehören. Dies muss die Soziale Arbeit in ihrer Theorie nach Meinung der Herausgeber des vorliegenden Bandes stärker aufnehmen. Ihr Anliegen formulieren sie dementsprechend als Bestreben, in Theorien Sozialer Arbeit „eine adäquate Analyse der tiefgreifend sich verändernden gesamtgesellschaftlichen, sozialpolitischen und sozialpädagogisch/sozialarbeiterischen Wirklichkeit, die durch fortschreitende (...) Prozesse vertiefter sozialer Spaltungen und Polarisierungen, Ungleichheiten und Ausschließungen gekennzeichnet ist„ (: 7), zu “refokussieren„.
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