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Verstehen ist eine Auseinandersetzung mit dem, was wir nicht verstehen, ein Sich-Abarbeiten an den Grenzen des Sinns. Die Vermessung des Raums des Verstehens orientiert sich an drei Leitfragen. Zum einen fragt sie nach den Gegenstanden und Formen des Verstehens. Die fragt danach, inwiefern Sprache die Grundlage von Sinn und Verstehen bildet - oder auch ausersprachliche Auserungen (Gesten, Bilder, Musik) einen verstehbaren Sinn haben. Zum anderen untersucht sie die Formen, in denen uns das Andere des Sinns begegnet: als Nichtsinnhaftes und Fremdes, als Unverstandliches, Sinnloses und Widersinn. Schlieslich geht es um das Wechselverhaltnis zwischen Verstehen und Sichverstehen. Der Mensch ist nicht nur das verstehende, sondern das sich uber sich selbst verstandigende Wesen, das auch im Verstehen seiner selbst mit Lucken des Sinns und Grenzen des Verstehens konfrontiert ist.
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