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Die Auseinandersetzung um den Periodenerfolg zieht sich wie ein roter Faden durch die Betriebswirtschaftslehre. Erfolgskonzeptionen, die in der Ökonomischen Theorie gründen, wie der Schmidtsche Substanzerfolg oder der nachfolgend im Vordergrund stehende kapitaltheoretische Gewinn, stehen dabei gegen kaufmännische Konventionen wie den Handelsbilanzgewinn, den Steuerbilanzgewinn und den internen kurzfristigen Erfolg. Die Unterschiede zwischen dem kapitaltheoretischen und dem kaufmännischen Periodengewinn erscheinen auf den ersten Blick grundlegend. Mit der zukunftsorientierten Ertragsbewertung als Gesamtbewertung und der sog. historischen Anschaffungskostenbewertung als Einzelbewertung scheinen beide Erfolgskonzeptionen auf unvereinbaren Bewertungstheorien zu gründen. Die dahinter stehenden Kapitalerhaltungstheorien — hier Ertragswerterhaltung, dort die nominale Kapitalerhaltung — sind offenbar ebenfalls von Grund auf verschieden. Es scheint keine Brücke zwischen beiden zu geben, es sei denn die der Kritik. Kritisiert wird vor allem in einer Richtung. Der kaufmännische Gewinn wird auf den Prüfstand der Kapitaltheorie gestellt. Dort wird er dann in der Regel zumindest „theoretisch“ als zu leicht befunden. Idealistisch argumentierende Autoren schlagen Anpassungen der Konvention an das kapitaltheoretische Ideal vor — bisher ohne Auswirkung. Man kann die Richtung der Kritik aber auch umkehren. Man kann argumentieren, daß die Kapitaltheorie zu reformieren sei, da sie nicht in der Lage ist, den kaufmännischen Periodengewinn, der sich über einen sehr langen Zeitraum fortentwickelnd als Kapitalmarktinstitution etablieren konnte, zu erklären.
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