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ZusammenfassungZu Beginn des 21. Jahrhunderts leben etwas mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten. Afrika ist weiterhin der am wenigsten urbanisierte Weltteil, weist jedoch die gegenwärtig höchsten Urbanisierungsraten auf. Viele der derzeit in Afrika präsenten sozialen und ökonomischen Krisen werden mit dem rasanten Städtewachstum verknüpft. Der folgende Aufsatz versucht ein verallgemeinerndes und stereotypisierendes Bild afrikanischer Städte als Horte von Armut und Chaos zu relativieren und betont die Vielfalt, Komplexität und nicht zuletzt die Geschichte der urbanen Zentren südlich der Sahara. Er zeichnet nach, wie sich nach der Unabhängigkeit die großen Städte von Orten des akkumulierten Reichtums und des Wohlstandes, der Visionen einer modernen Stadt und der Masterpläne, in „laissez-faire-cities“ verwandelten. Zugleich werden Kreativität und Überlebensstrategien der Stadtbewohner aufgezeigt.
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