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Wirtschaftliches Handeln ist in soziale Zusammenhänge eingebettet, es spielt sich innerhalb starker und schwacher interorganisationaler Bindungen ab. Für Teile der industrie-und regionalsoziologischen Literatur steht fest, daß yertrauensgestützte Bindungen zwischen Firmen und unterstützenden Institutionen auf der Ebene kleiner, kulturell geschlossener Regionen den Firmen und ihrer Region wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen. Der schärfer werdende globale Wirtschaftswettbewerb läßt jedoch an den dauerhaften Vorteilen einer starken regionalen Vernetzung zweifeln. Werden in Zeiten der Globalisierung regionale Bindungen gegenüber weltweiten Verflechtungen bedeutungslos? Entwertet das Aufkommen hochflexibler, virtueller Organisationsformen und globaler Unternehmenskooperationen die Beziehungen auf regionaler Ebene? Oder ist überregionaler wirtschaftlicher Erfolg erst auf der Grundlage entwickelter regionaler Bindungen denkbar? Lassen sich besonders erfolgversprechende Kombinationen von regionalen und globalen Bindungen identifizieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Diskussion der Ad-hoc-Gruppe. Die Beiträge zeigten, daß die Entwicklung regionaler Wirtschaften nur angemessen untersucht werden kann, wenn die Einbindung der Wirtschaftsakteure in regionale und globale Beziehungen in ihrem wechselseitigen Zusammenhang erfaßt wird. Granovetters Frage nach der Stärke verschiedener „ties“ (Bindungen) muß für regionale Wirtschaften unter den gegenwärtigen Bedingungen des Wirtschaftens aber sehr differenziert beantwortet werden.
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