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Sie ist objektiv. Sie gibt Handlungsanleitung. Sie schafft Klärung bei öffentlich strittigen Fragen: die gute alte Wissenschaft. Wohlig hatten sich moderne Gesellschaften mit der Sicherheit eingerichtet, eine Letztinstanz fir Wissensfragen geschaffen zu haben, nachdem die alten Religionen ihren Platz räumen mussten. Diese Programmatik war und ist so erfolgreich, dass es modernen, zumeist demokratischen Gesellschaften unmöglich erscheint., auf Veränderungen in diesem System gelassen reagieren zu können. Dabei ist die Wissenschaft ein Kind des Absolutismus. Gerade deshalb ist Wissenschaft für demokratische Gesellschaften aber die Instanz, die den Konsens in Wissensfragen repräsentiert, wenn partikuläre Auffassungen aufeinander prallen. Sie ist fur das Funktionieren von Demokratie von einer nicht zu unterschätzenden Bedeutung. Der Absolutismus der Wissenschaft erscheint als notwendige Voraussetzung fair das Funktionieren von Demokratie überhaupt und Rufe nach einer Demokratisierung von Wissenschaft (wie z.B. Simon 2000) lösen entsprechend heftige Abwehrreflexe bei den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kreisen aus — und nicht nur bei der Wissenschaft. Dieser Prozess der Demokratisierung von Wissenschaft hat jedoch schon längst — wenn auch schleichend — seinen Einzug gehalten und fuhrt zu neuen Formationen der Verbindung von Wissenschaft und Politik.
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