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Willi Hoffer (1897–1967), aus dem Umkreis von (zunächst) Siegfried Bernfeld und (später) Anna Freud stammend, hat die Entwicklung der Psychoanalyse maßgeblich mitbestimmt, wenn auch nicht so sehr mit seinen wissenschaftlichen Beiträgen, so doch als Präsident verschiedener psychoanalytischer Fachgesellschaften und als Herausgeber mehrerer wichtiger Periodika. Über seine wissenschaftlichen Anfänge ist jedoch kaum etwas bekannt. Dieser Beitrag zeichnet zunächst Hoffers frühe Begegnung mit der Psychoanalyse nach, skizziert sodann seine Studienzeit in den 1920er-Jahren an der Universität Wien und untersucht anschließend detailliert seine Dissertation von 1922. Dabei wird zum einen herausgearbeitet, wie Hoffer aus pädagogischer Sicht und nicht für therapeutische Zwecke als einer der Ersten das Kinderspiel psychoanalytisch begründet, und zum anderen – und das ist der Kern dieses Beitrags –, mit welchen Mitteln in einem akademischen Umfeld, das gegenüber der Psychoanalyse ablehnend eingestellt war, Hoffer seine psychoanalytische Begründung des Kinderspiels so »verhüllt«, dass sie nicht gleich erkennbar wird und eine kritisch-ablehnende Reaktion hervorruft. Eine Analyse des Dissertationsgutachtens bestätigt, dass Hoffers akademische Strategie aufgegangen ist. Eine Skizze seiner anschließenden beruflichen und wissenschaftlichen Tätigkeiten als psychoanalytischer Pädagoge bis zu seiner Emigration mit der Freud-Familie nach London beschließt den Beitrag.
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