In der vorliegenden Masterarbeit wird der Zusammenhang zwischen der sportlichen Betätigung, dem psychischen Wohlbefinden und Lebensqualität bei Schülerinnen und Schülern aus der Sekundarstufe ein untersucht. Dabei wird analysiert, wie sich dies zwischen den Schulmodellen – Ganztagsschule und Normschule – bei den Schülerinnen und Schülern unterscheidet. Die Datenerhebung fand an 273 Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen zehn und 15 Jahren statt. Von den 273 Probandinnen und Probanden konnten 215 mit in die Datenauswertung miteinbezogen werden. Das Ziel war dabei, zu untersuchen, inwiefern sportliche Betätigung das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität beeinflusst und wie sich dies zwischen den Schulmodellen unterschiedlich verhält. Die Ergebnisse zeigen, dass es einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden und Lebensqualität und sportlicher Betätigung gibt. Besonders zeigt sich dieses Ergebnis bei der außerschulischen körperlichen Aktivität. Es konnten jedoch keine signifikanten Unterschiede in der Sportvereinsmitgliedschaft, dem allgemeinen psychischen Wohlbefinden, der Lebensqualität und der sportlichen Aktivität und zwischen beider Schulmodelle festgestellt werden. Der bestehende Zusammenhang zwischen psychischem Wohlbefinden, Lebensqualität und sportlicher Betätigung war sowohl in der Ganztagsschule und der Normschule im selben Ausmaß ausgeprägt. Die Ergebnisse zeigen, dass Sport unabhängig von der Schulform, eine bedeutende Rolle für Schülerinnen und Schüler spielt. Schulen sollten demnach zukünftig ausreichend Bewegungsmöglichkeiten bieten, Kooperationen mit Sportvereinen fördern und Schülerinnen und Schüler bei ihren sportlichen Aktivitäten bestmöglich unterstützen.