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In postmodernen westlichen Gesellschaften bildet populäre Musik ein zentrales Medium der Konstruktion und Verhandlung sozialer Kategorien wie Gender, Ethnizität und Class. Ferner unterliegt die kulturelle Landschaft dieser Gesellschaften einer zunehmenden Fragmentarisierung, welche eine Vielzahl von – sich meist über spezielle Musik- und Stil-Codes definierenden – Subkulturen hervorgebracht hat. In der akademischen Literatur werden Subkulturen häufig als Sphären der Selbstbehauptung und Rebellion marginalisierter Gruppen entlang der Achsen Ethnizität (z. B. schwarzer Hip-Hop), Class (z. B. working-class Punks) und Gender (z. B. feministische Riot Girls) konzipiert. Die hier untersuchten Musikkulturen fallen jedoch komplett aus diesem Schema heraus. Sowohl die Industrial- als auch die Extreme-Metal-Szene repräsentieren demografisch, ästhetisch und ideell in hohem Maße die jeweils dominanten Pole der Kategorien Gender und Ethnizität, sprich Männlichkeit und Whiteness. Auch in Bezug auf die Achse Class weisen beide Szenen inzwischen starke Mittelschicht-Strömungen auf. Industrial (harsche Maschinenmusik) und Extreme Metal (härtere Formen des Heavy Metal) und die sie umgebenden Szenen produzieren somit im doppelten Sinne – auf klanglicher und auf diskursiver Ebene – ‚Machtvolle‘ Sounds.
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