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Verglichen mit der Situation vor 30 Jahren hat sich Technikfolgenabschätzung (Technology Assessment) in Deutschland trotz aller Versuche, ihre Institutionalisierung zu verhindern oder auf Randzonen technologiepolitischer Entscheidungen zu beschränken, zu einem weitgehend akzeptierten reflexiven Mechanismus, der die Abklärung der Willensbildung über die Chancen bei Vermeidung der Risiken von Technik unterstützt, entwickelt. Auch wenn unbekannt ist, wie viele Mittel für TA-Forschung und TA-Projekte in Deutschland aufgewendet werden — die Angaben bewegen sich in einer Bandbreite von jährlich „2,2 Mio. DM für interdisziplinäre Folgenreflexion bis 110 Mio. DM für das Gesamtvolumen technikbegleitender Forschungsprojekte“ (Weber u.a. 1999: 36) -, scheint bei Experten „auf nationaler und europäischer Ebene“ die Meinung vorzuherrschen, dass „in jedem Fall“ von „eine(r)“ vergleichsweise „sehr gute(n) Ausstattung der deutschen TA-Landschaft“ ausgegangen werden kann (Weber u.a. 1999: 36). Dennoch blühe die deutsche TA-Landschaft nicht, so die vom BMBF veranlasste Studie, sondern befinde sich wegen ausgeprägter „Mängel an Zielklarheit, Transparenz und Lernfähigkeit“ sowie erheblicher „Koordinations- und Interaktionsdefizite“ in einem „Teufelskreis aus verbesserungsfähiger Studienqualität, mangelndem Einfluss auf Entscheidungsprozesse sowie geringer Reputation und Attraktivität“ (1999: 238). Nur durch rigorose Maßnahmen ließe sich Abhilfe schaffen: „Wir empfehlen daher eine konsequente Rückführung der institutionellen Förderung und das Aufbrechen’ der weitgehend in sich geschlossenen Community...“ (1999: 239).
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