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Die Diffusion der Informations-und Kommunikationstechnologien, die durchschnittliche Erhöhung der Bildungsbeteiligung und -dauer sowie die Bedeutungszunahme der Wissensökonomie in industrialisierten und demokratischen Nationalgesellschaften sind jene historischen Trends, die Anlass für die These der Entstehung einer als Wissensgesellschaft bezeichneten Gesellschaftsform geben. In der Tat bildet sich ein solcher Wachstumstrend der Wissensökonomie in zahlreichen OECD-Ländern auf der Ebene von wirtschaftlichen Aktivitäten als kontinuierliche Bedeutungszunahme – jedoch (noch) nicht Dominanz – von Industrien ab, die auf die systematische Wertschöpfung von Wissen ausgerichtet sind (Rohrbach 2007; 2008). Angesichts der Textur dieses Wandels sieht mancher das Harakiri der Wissensgesellschaftsdebatte: Die Bedeutung für Beschäftigung, die von Industrien zur Produktion neuen Wissens heute ausgeht, ist gegenüber der Bedeutung von Industrien zur Herstellung der Wissensinfrastruktur (Herstellung der IuK-Technologien u.a.), dem Wissensmanagement (Beratungsdienstleistungen, Vermittlungs-, Kommunikationsdienstleistungen) und vor allem der Vermittlung von Wissen (v.a. Medien-und die Bildungsindustrien) marginal. Vor allem ist die Entwicklung aber auch durch z.T. erhebliche Unterschiede in dem quantitativen sowie qualitativen Verlauf der Wissensökonomie zwischen Ländern und innerhalb von Ländern über die Zeit gekennzeichnet.
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