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Ein Leitmotiv in der Diskussion um journalistische Qualität lautet, diese sei schwer zu bestimmen. Auf die Definitionsschwierigkeit wird auch im wissenschaftlichen Diskurs über Qualitätsmedien häufig hingewiesen. Was sind Qualitätsmedien, nach welchen Kriterien lassen sie sich von anderen Medien abgrenzen und hinsichtlich welcher Dimensionen sind die Leistungen von Qualitätsmedien zu beschreiben? Dieser Beitrag schlägt fragmentarisch Antworten auf diese Fragen vor und ergänzt damit Studien, die sich in vielfältiger Weise mit Medienqualität beschäftigen (vgl. z.B. Arnold 2009). Im Mittelpunkt steht die Analyse von Veränderungen, die sich seit den 1990er Jahren bei (Qualitäts-)Medien beobachten lassen. Basierend auf Daten aus einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt zum Wandel des Journalismus werden Erkenntnisse zum Wandel und zur Stabilität in einem ausgewählten Medienbereich vorgestellt: Analysiert werden „Süddeutsche Zeitung“, „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Tagesthemen“, „RTL aktuel“l, „Deutschlandfunk“, WDR 2. Ausgangspunkt sind Überlegungen zur wissenschaftlichen Analyse von Qualitätsmedien, die diese Medienform über ihre Leistungen in der Gesellschaft und über ihre journalistischen Merkmale beschreibt. Ausgehend von einem Konzept zur Analyse des journalistischen Wandels werden daran anschließend ausgewählte Ergebnisse vorgestellt, die teils Kontinuität und teils Veränderungen dokumentieren.
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