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Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Evaluation schon seit jeher zum Kern des normativen Modells eines Raumplanungsprozesses gehoert und Evaluation/Controlling auch gesetzlich gefordert wird, scheint es in der Raumordnung respektive Regionalplanung - auch im Verhaeltnis zu anderen raumbedeutsamen Politiken - ein betraechtliches Evaluationsdefizit zu geben. So wird es zumindest von raumwissenschaftlicher Seite aus beklagt. Der Beitrag geht der Frage nach, inwiefern diese Vermutung gerechtfertigt ist. Die empirischen Befunde kommen zu einem differenzierten Bild: Eine bundesweite Untersuchung unter Raumordnungspraktikern zeigt zunaechst, dass Evaluation/Controlling in der Praxis auch verglichen mit anderen Planungsmethoden durchaus kein unbekanntes Unterfangen ist. Allerdings sind Zweifel an den qualitativen Standards solcher alltaeglichen Evaluationen angebracht. Auch politische Kalkuele wie auch fachliche Erwaegungen sprechen vielfach gegen Evaluationen. Es liegen noch zu wenige Untersuchungen vor, die eine umfassende Integration von Teilevaluationen vornehmen und dabei eine vergleichende und generalisierende Perspektive einnehmen. (A)
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