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Sozialunternehmerinnen und -unternehmer [ebenso wie Sozialunternehmertum im Sinne von social entrepreneurship organization im Folgenden überwiegend mit dem Kürzel SEO bezeichnet] bedürfen in besonderer Weise Legitimität. Ihre innovative Leistungserbringung und ihre häufig kleine Organisationskultur müssen zunächst anerkannt und in dem inzwischen weiten Feld von sozialen Konkurrenzorganisationen wahrgenommen werden. Im Wettbewerb um knappe Ressourcen kommt es immer häufiger zu Rechenschaftsforderungen wie der Wirkungsmessung. Doch die Probleme der Messbarkeit von sozialen Veränderungen (Attributionsproblematik, deadweight etc.; vertiefend Mildenberger et al. 2011; Kehl et al. 2011) [siehe dazu auch den Beitrag von Roder et al. zum Reporting Standard für social entrepreneurs] erschweren den Vergleich von impact und die erhofften Legitimitätsströme von Stakeholdern, also das „Zufließen von Legitimation von außen“. Zudem können viele neu gegründete Organisationen noch gar keine messbaren Nachweise erbringen oder die Kosten für entsprechende Maßnahmen tragen. Zwar schaffen Rechenschaftslegungsmethoden Legitimität, welche im Zusammenhang mit accountability und Transparenz vor allem die Wirkungsmessung betreffen, doch erschließen sich Sozialunternehmerinnen und -unternehmer zusätzlich Legitimitätsströme über die Erzählung ihrer Unternehmensgeschichte bzw. ihrer Problembearbeitung. In dieser narrativen Legitimation sehen wir ein Spezifikum der SEO-Diskussion. Da dies im Gegensatz zur faktenbasierten Rechenschaftslegung vornehmlich über die Gefühlsebene funktioniert, beschreiben wir diese als „emotionale“ Legitimation.
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