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Ackers Entwurf einer Theorie vergeschlechtlichter Organisationen schließt an neuere Entwicklungen der Frauen- bzw. Geschlechterforschung an und hebt die Zentralität der Kategorie Geschlecht für das Verständnis sozialer Praxis hervor. Nicht nur legt sie nahe, Organisationen intern als Orte vergeschlechtlichter Strukturen und Prozesse zu begreifen, sondern auch als Institutionen, die wesentlich zur Aufrechterhaltung gesamtgesellschaftlicher hierarchischer Geschlechterverhältnisse beitragen. Die vermeintliche Geschlechtsneutralität organisationaler Praxis, wie sie sich in herrschenden theoretischen Sichtweisen auf Organisationen widerspiegelt, ist vor diesem Hintergrund selbst als Aspekt und Ausdruck dieses Herrschaftsverhältnisses zu verstehen. Organisationale Prozesse und Strukturen sind für die Verf. keineswegs geschlechtsneutral, sondern fundamental mit einer vergeschlechtlichten Substruktur unterlegt, welche auf Grund des abstrakten, verdinglichenden und objektivierenden Charakters alltäglicher organisationaler Praxen gleichzeitig unkenntlich gemacht als auch (re-)produziert wird. Sie geht von einer kontinuierlichen geschlechtlichten Strukturierung sozialer Prozesse (innerhalb und außerhalb von Organisationen) aus und fasst Geschlecht damit als soziale Konstruktion, welche mit Sexualität und Klassenverhältnissen fundamental verbunden ist.
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