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Im Verlauf des 20. Jahrhunderts war in Deutschland, wie in den meisten anderen modernen Gesellschaften, ein deutlicher Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung zu verzeichnen. Innerhalb der letzten vierzig Jahre stieg beispielsweise die vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland (West) sowohl für Männer als auch für Frauen um mehr als 8 Jahre an (Statistisches Bundesamt 2004). Während der Anstieg der Lebenserwartung zu Beginn des Jahrhunderts vor allem auf einen starken Rückgang der Säuglingssterblichkeit zurückzuführen war, sind in den letzten Jahrzehnten zunehmend bessere Überlebenschancen im mittleren und hohen Alter für die Zunahme der Lebenserwartung mitverantwortlich. In geringerem Umfang als die Lebenserwartung bei Geburt nahm damit auch die verbleibende Restlebenserwartung von Erwachsenen und betagten Menschen zu. So stieg beispielsweise die amtlich ermittelte Restlebenserwartung eines 65-jährigen Mannes im Zeitraum von 1960 bis 2000 um mehr als 3 Jahre an, die einer 65-jährigen Frau im gleichen Zeitraum um fast 5 Jahre (Statistisches Bundesamt 2004).
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