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Die Entwicklung moderner Gesellschaften wird in den letzten Jahrzehnten durch grundlegende Veränderungen der demografischen Verhältnisse (als sog. „demografisches Altern“ der Gesellschaft) und der Strukturen des Alters und Alterns entscheidend geprägt. Dabei handelt es sich zum Einen um den zunehmenden Umfang älterer Bevölkerungsgruppen. Dieser Prozess wird als „dreifaches Altern“ der Gesellschaft bezeichnet: die Zunahme (1.) des absoluten Anteils älterer Menschen wie auch (2.) des relativen Anteils im Vergleich zu jüngeren Altersgruppen, und (3.) das überproportionale Wachstum der Hochaltrigkeit. Zum anderen haben sich in den letzten Jahrzehnten qualitative Veränderungen innerhalb der wachsenden Gruppe älterer und alter Menschen ergeben, die allgemein als „Strukturwandel des Alters“ gefasst werden und individuell subjektive wie auch gesellschaftliche Wandlungsprozesse beschreiben (vgl. Tews 1993). Durch eine zunehmende Lebenserwartung bei gleichzeitiger Senkung des mittleren Rentenzugangsalters hat sich die „Lebensphase Alter“ deutlich ausgedehnt. Im Zuge dieser Entwicklung ist deren Abgrenzung zum mittleren Lebensalter wegen eines säkularen Trends zur „Frühverrentung“ — mit unterschiedlichen Pfaden aus dem Erwerbsleben — zunehmend erschwert worden (vgl. Bockes, Clemens 1998, S. 14; Kohli 2000).
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