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Die jüngere Diskussion über die Rolle, Funktion und Form der sozialen Hilfe in der funktional differenzierten Gesellschaft (dokumentiert in: Merten 1998) verwendet eine bemerkenswerte Formel für die Art und Weise, wie Hilfe in der Gesellschaft kommuniziert wird. Sie spricht davon, daß die soziale Hilfe „stellvertretend“ inkludiert (Baecker 1994) beziehungsweise als ein „sekundäres“ Funktionssystem der m.odernen Gesellschaft ausdifferenziert ist (Fuchs/Schneider 1995). Diese Formeln mögen auf den ersten Blick einleuchten. Immerhin kann „Hilfe“ im Bereich des Sozialen nicht umstandslos mit dem Sozialen „selbst“ gleichgesetzt werden. Man hilft, um „nachsorgend“ wieder Teilnahmechancen am Sozialen bereitzustellen, nimmt dafür jedoch in Kauf, daß die „Nachsorge“ selbst nicht voll und ganz als emstzunehmende Sozialität verstanden werden kann. Man macht diejenigen, denen man hilft, vorab zu Hilfebedürftigen und muß dann damit rechnen, daß die Deklaration als hilfebedürftig der im Vergleich mit der tatsächlich stattfindenden Hilfe dominierende und sozial ebenso weitreichende wie depravierende Effekt ist.
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