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ZusammenfassungDie Erforschung von Fans, d.h. Personen, die längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für sie externen, öffentlichen Objekt eingehen, sei es eine prominente Person, Gruppe oder Organisation, sei es ein Artefakt oder Symbol, für das sie vergleichsweise viel Zeit, Geld und Aufmerksamkeit aufbringen, hat über die letzten Jahrzehnte einige Reputation erworben. Ihre hauptsächlichen Untersuchungsfelder sind dabei Sport, Musik und Medien, speziell Fernsehserien (vgl. Harris/Alexander 1998; Wann u.a. 2001; Jenkins 2006; Wenger 2006; Lohr 2008). Aufgrund dieser Forschungslage könnte man nun vermuten, es gäbe lediglich Sportfans, Musikfans und Serienfans. Tatsächlich jedoch ist das, was Fans sachlich, sozial und zeitlich auszeichnet, ein ubiquitäres Phänomen. Sehr deutlich bringt dies Cornel Sandvoss (2005) zum Ausdruck, indem er sein Buch „Fans: The Mirror of Consumption“ betitelt hat (vgl. auch Hills 2002: 27ff.). Denn nicht nur, dass jeder Fan zunächst mit der Konsumtion des Objekts seiner Begierde befasst ist, wie produktiv er weiterhin auch damit verfahren mag. Trifft man doch auch in vielen anderen Bereichen Personen an, die längerfristig eine leidenschaftliche Beziehung zu einem für sie externen, öffentlichen Objekt eingegangen sind, sei es eine prominente Person, Gruppe oder Organisation, sei es ein Artefakt oder Symbol, für das sie vergleichsweise viel Zeit, Geld und Aufmerksamkeit aufbringen. Nur spricht man hierbei nicht gleich von Fans, und diese verstehen sich auch oft selbst nicht als solche. Insofern ist der Gegenstandsbereich der Fanforschung ungleich größer, betrachtet man den Fanbegriff nicht als konstitutiv. Die Konsumforschung befasst sich oftmals mit Fans, ihren Projekten und Verhaltensweisen, ohne sie direkt so zu nen-nen.
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