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ZusammenfassungFredrik Barths (vgl. Barth 1969b) berühmte Einleitung zu einer Sammlung ethnographischer Fallstudien stellt bis heute die Grundlage der vergleichenden Ethnizitätsforschung dar. Barth brach mit dem Herderschen Kanon der Anthropologie, demzufolge jede ethnische Gruppe eine historisch gewachsene, einzigartige Blume im Garten der menschlichen Kultur darstellt. Anstatt jede dieser ethnischen Gruppen einzeln zu untersuchen, beobachteten Barth und seine Kollegen, wie die Grenzen zwischen den Gruppen aufrecht erhalten wurden – und zwar, obwohl manche Gruppen die gleichen kulturellen Merkmale aufwiesen und Individuen manchmal von einer Seite der Grenze auf die andere wechselten. Barths Ansatz ähnelte also nicht länger den Kategorisierungsübungen der Linnéschen Taxonomie, sondern lässt sich eher im Bereich der Sozialökologie ansiedeln.
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