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AuszugDer Sozialraum eines Stadtteils oder Wohnquartiers lässt sich als geografisch abgrenzbarer Wohnbereich definieren (vgl. ). Zu ihm gehören auch die Lebenswelten der Bewohnerinnen und Bewohner, die über subjektive Zuschreibungen und Bedeutungen erzeugt werden. Die sozialen Räume prägen die Bedingungen der lebensweltlichen Integration nach Migrationsprozessen. Dies ist besonders in kulturell heterogenen Wohnquartieren bedeutsam; wichtige Ankerpunkte bilden dort: die gebaute Umwelt als Gegenstand der Identifikation, die Freiflächen als Territorien möglicher Aneignung, die gelebte Nachbarschaft als tragendes Beziehungsnetzwerk, die Einrichtungen der sozialen und kulturellen Infrastruktur sowie die lokalen Organisationen als Orte der Vermittlung und Überwindung von Fremdheit. Gehemmt wird die Integration hingegen von einer Differenz kultureller Regelsysteme zwischen autochthonen und allochthonen Bevölkerungsgruppen — insbesondere in den Sozialräumen marginalisierter Stadtquartiere. Dies äußert sich häufig in der Gestalt von Nutzungskonflikten, kontroversen Begegnungsformen im öffentlichen Raum und umstrittenen Formen seiner Aneignung. Die Konflikte stellen aber kein „Importgut“ der Einwandererbevölkerung dar, sondern sind — in der Tradition der Chicagoer Schule der Stadtethnografie — genuiner Teil der urbanen Kultur und Ordnung.
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