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Als wir im Jahr 2001 begannen, uns intensiv mit dem Verhältnis von Medien, Krieg und Geschlecht zu beschäftigen, waren der Krieg in Afghanistan und damit die afghanischen Frauen, unter Burkas vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen, in allen Medien präsent. Der Geschlechterdualismus hat in Kriegszeiten immer eine Rolle gespielt. Während die aktive Rolle der Kriegsherren und Soldaten den Männern zugeschrieben wird, stellen Frauen und Kinder die prototypischen Opfer dar.1 Tote, Flüchtlinge, „Geschändete“ haben immer auch ein „weibliches Gesicht“, ist doch die Opferrolle in den Medien seit eh und je weiblich besetzt, wie bereits die frühen Studien zum Frauenbild in den deutschsprachigen Medien belegen (vgl. z. B. Schmerl 1989). In den aktuellen Kriegen wurden und werden nun die in den Medien gezeigten weiblichen Opfer unmittelbar mit der Verletzung von Frauenrechten in Zusammenhang gebracht, während sie in früheren Kriegen eher allgemein an Menschenrechtsverletzungen gemahnten. Die Wiederherstellung von Frauenrechten wurde insbesondere in Bosnien und in Afghanistan ein wichtiges Argument für das militärische Eingreifen des Westens. Frauen- und Friedensgruppen konnten so für militärische Lösungen gewonnen werden. Wir begründen im Folgenden die These, dass Frauenrechte für die Legitimation des kriegerischen Engagements instrumentalisiert werden und die Logik des Krieges, die Logik der Medienberichterstattung und die Logik der Geschlechterdichotomie eine umfassende Behandlung der Ursachen der Frauenunterdrückung verhindern.
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