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In weiten Teilen der politischen Soziologie ist die Frage, welche Akteure im Interessenvermittlungsprozeß fortgeschrittener Industriegesellschaften zur Geltung kommen und welche das Nachsehen haben, keines großen Aufhebens wert. Spätestens seit der Pluralismuskritik aus den 70er Jahren scheint es ausgemacht, daß die unterschiedliche Organisations- und Konfliktfähigkeit sozialer Gruppen zur Ausbildung von Machtkonstellationen führt, in denen die Starken immer stärker und die Schwachen zunehmend schwächer werden — bis zur Entstehung dessen, was man heute „Zweidrittelgesellschaft“ nennt und in der wachsenden Segmentierung von Arbeitsmärkten und sozialen Lebensbedingungen zum Ausdruck kommt. Doch können wir im Hinblick auf westliche Interessenvermittlungssysteme wirklich von einer solchen Dichotomie von Starken und Schwachen ausgehen? Und gibt es für die Schwachen tatsächlich keine Wege, sich in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen Gehör zu verschaffen? Diesen Fragen soll im folgenden mit Blick auf die Verhältnisse in Frankreich sowie auf der Folie einiger theoretischer Betrachtungen explorativ nachgegangen werden.
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