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1949 fand bisher die einzige Bundestagswahl statt, bei der kein amtierender Bundeskanzler erneut antrat. Genau genommen gab es nicht einmal mehrere mit einem klaren Parteiauftrag ausgestattete Kandidaten. Das Konzept des „Kanzlerkandidaten“ war im neu entstehenden politischen System der Bundesrepublik noch unbekannt — dies sollte erst durch die praktischen Erfahrungen der folgenden Wahlen geschehen. So war der Sozialdemokrat Kurt Schumacher im Wesentlichen deshalb der einzige eindeutig legitimierte Bewerber für dieses neu geschaffene und neu zu prägende Amt, weil er der unumstrittene Anführer seiner Partei war. Auf Seiten der Christdemokraten gab es mit dem ehemaligen Präsidenten des Parlamentarischen Rates, Konrad Adenauer, zwar einen innerparteilichen Favoriten; einen unumstrittenen Anspruch auf das Amt hätte er jedoch auch im Falle eines Wahlsiegs nicht gehabt.
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