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“Transdisziplinarität” erlebt zur Zeit einen stürmischen Aufschwung, in keiner wissenschaftspolitischen Debatte darf sie fehlen. In diesem Wort finden die vielfältigsten Hoffnungen auf eine neue und “bessere” Wissenschaft Ausdruck: Transdisziplinäre Forschung, so bekommt man zu hören und zu lesen, sei integriert, übergreifend, ganzheitlich, handlungsorientiert, nutzungsbezogen, praxisnah und kommunikationsoffen, sie stimuliere Teamarbeit und überschreite die Grenzen der Fächer und Disziplinen. Mit dieser Diskussion wird ein Begriff wiederbelebt, der aus den sechziger Jahren stammt. Wird der Transdisziplinarität das gleiche Schicksal beschieden sein wie der Interdisziplinarität - Euphorie am Anfang, doch am Ende Emüchterung über die inhaltlichen und die strukturellen Schwierigkeiten, welche den hochgesteckten Zielen entegenstehen? Was sollte diesmal anders gemacht werden? Welche Ansprüche kann und soll der Begriff überhaupt erfüllen? Welche Neuerungen in Hochschulpolitik, Forschung und Lehre wären erforderlich? Abstract & Keywords → p. 79
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