No open-access location is known for this record yet.
No open-access location is known for this record yet.
Die Wiener Schule der Entwicklungspsychologie ist keine Schule im Sinne einer Forschergruppe, die einer allgemeinverbindlichen theoretischen Konzeption, Methodik oder Lehrmeinung verpflichtet ist. Sie ist vielmehr ein lokal bestimmbares Zentrum der kinder- und jugendpsychologischen Forschung, das sich durch eine bemerkenswerte thematische Breite und methodische Vielfalt auszeichnet. Wenn man überhaupt von einer Leitfigur sprechen wollte, dann wäre Karl Bühler zu nennen. Hetzer berichtet jedoch rückblickend, dass „die meisten Anregungen, die Bühler für die zur Stützung seiner Theorie durchzuführenden Kinderbeobachtungen gegeben hat, … nicht aufgegriffen worden“ sind (Hetzer, 1982, 180 f.). Die institutionelle Basis der ‚Schule’, das Wiener Psychologische Institut, war sowohl eine universitäre als auch eine städtische Einrichtung (vgl. Ash, 1987, 145 f.). Die Auswahl der Forschungsthemen resultiert teilweise aus dieser doppelten Anbindung. Zeitlich ist die Wiener Schule relativ gut eingrenzbar. Ihr Beginn kann auf die Berufung K. Bühlers nach Wien im Jahre 1922, ihr Ende auf den Einmarsch Hitlers in Österreich und die Verhaftung Bühlers im Jahre 1938 angesetzt werden.
Loading…
Imported from OpenAlex (CC0) — nothing here is generated.