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In der Pädagogik der Aufklärung ist Generation in Bezug auf den Bildungsgedanken um eine aufgeklärte Gesellschaft, die in Interaktion zwischen der älteren und jüngeren Generation pädagogisch initiiert wird, zentraler Baustein für die Theoriebildung ( Schleiermacher 1983, Kant 1982). Seither aber wurde und wird Generation als pädagogischer Begriff nur ausschnitthaft verwendet oder verschwindet im pädagogischen Handeln, auch wenn er darin implizit enthalten ist. Kommt dem pädagogischen Generationenbegriff in der Zeit der Aufklärung eine enorme Bedeutung zu, rückt er bis in das ausgehende 20. Jahrhundert immer stärker in den Hintergrund. Interessanterweise aber gewinnt der Generationenbegriff seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts und im beginnenden 21. Jahrhundert wieder an Bedeutung. Nachdem sich die Jugend der Verpflichtung der politischen Erneuerung entledigt hat und die ältere Generation trotz einer Relativierung der normativen Zuschreibung der Lebensalter erkennt, dass pädagogische Anleitung, Lernen und Bildung weiterhin bedeutsam sind, rückt Generation jenseits normativer Überfrachtung wieder in das Blickfeld pädagogischen Interesses. Gegenwärtig dient der Generationenbegriff vor allem als analytische Kategorie, mit der auf die Besonderheit pädagogischen Handelns sowie deren Institutionalisierung fokussiert werden kann.
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