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Interorganisationsbeziehungen, vor allem wie sie in Netzwerken und virtueller Integration in Erscheinung treten, wird für den Erfolg von Organisationen zunehmend strategische Bedeutung zugewiesen. Das Management interorganisationaler Beziehungen hat vier basale Funktionen wahrzunehmen: Selektion, Regulation, Allokation und Evaluation. Mit der Wahrnehmung dieser Funktionen sind rekursiv bestimmte, für das Management interorganisationaler Beziehungen charakteristische Grundprobleme verbunden, etwa das Problem der Reproduktion der Beziehungen in Zeit und Raum, der Koordination prinzipiell polyzentrischer Systeme und der Bewältigung von in Interorganisationsbeziehungen speziell ausgeprägten Spannungsverhältnissen, etwa dem von Autonomie und Abhängigkeit. Zwar werden bis heute — auch in diesem einleitenden Aufsatz—bezogen auf das Management interorganisationaler Beziehungen mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben, jedoch verrät ein Blick auf die jüngere betriebswirtschaftliche und soziologische Forschung, daß dieses Thema nicht nur in der Praxis, sondern zunehmend auch in der Forschung mehr Aufmerksamkeit erfahrt. Der Gegenstand wie der Stand der Forschung lassen die Entwicklung einer interdisziplinären Diskussions- und Streitkultur gerade für die Thematisierung interorganisationaler Beziehungen notwendig erscheinen. Zur Entwicklung einer solchen Kultur will dieser Aufsatz — und die am Schluß überblicksartig vorgestellten Aufsätze dieses Bandes — einen Beitrag leisten.
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