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AuszugIn der politischen Willensbildung demokratischer Gesellschaften spielen Interessengruppen eine ambivalente Rolle. Während sie auf der einen Seite die Interessenrepräsentation effektivieren, indem sie wahlpolitisch benachteiligten Gruppen ermöglichen, durch Ressourcenbündelung als politische Akteure in Erscheinung zu treten, können auf der anderen Seite bestehende Einflussunterschiede durch ungleiche Verteilung organisationsrelevanter Ressourcen und politischer Zugangs- bzw. Beteiligungschancen noch verstärkt werden. Von dem Ideal einer assoziativen Demokratie, in der alle Interessengruppen die gleiche Chance haben, politisch Gehör zu finden und Politikergebnisse zu beeinflussen, weichen die realen Strukturen der Interessenvermittlung mehr oder minder stark ab (13Cohen/Rogers 1992: 411f., 422). Asymmetrien können daher als ein Grundproblem verbandlicher Interessenvermittlung angesehen werden. Dies spiegelt sich auch in der Theorie der Interessengruppen wider, in der die gesellschaftliche Verteilung von Repräsentations- und politischen Machtchancen über lange Zeit eines der zentralen Themen gewesen ist. Unübersehbare Ungleichheiten werden ent-weder als Randphänomene eines letztlich zum Machtausgleich tendierenden Verbändewettbewerbs oder als Beweis für Ungleichheit erzeugende gesellschaftliche Mechanismen gedeutet. In der Kontroverse zwischen Pluralismus und Pluralismuskritik erlebt diese Debatte in der Bundesrepublik während der siebziger Jahren ihren Höhepunkt
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