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ZusammenfassungAuch 25 Jahre nach dem Grundlagenaufsatz „Extending the Frontier“(Gurevitch/Blumler 1990) gibt es im Bereich der Kommunikationsforschung keine ausgeprägte Diskussion der Designs und Methoden international vergleichender Studien.1 Die angrenzenden Disziplinen, insbesondere die Politikwissenschaft und die Psychologie, beschäftigen sich hingegen schon länger mit den entsprechenden methodischen und methodologischen Aspekten. Auch die Soziologie kann auf eine ansehnliche Sammlung einschlägiger Methodenliteratur verweisen. Nur selten wird jenseits der jeweiligen Disziplingrenzen wahrgenommen, was die Nachbardisziplinen zum Thema kulturvergleichender Methoden schreiben. So werden wertvolle Synergieeffekte verschenkt. Eine der wenigen Ausnahmen betrifft das Standardwerk von Przeworski und Teune aus dem Jahr 1970, deren politikwissenschaftliche „Taktik“in nahezu allen komparativ forschenden Disziplinen bekannt ist. Und selbst dieses Anwendungswissen wird, so Rosengren, McLeod und Blumler (1992: 275), immer wieder „neu erfunden“. Diese, insgesamt doch ernüchternde Bestandsaufnahme überrascht besonders vor dem Hintergrund, dass sich eigentlich alle Seiten über die prinzipiellen Probleme von internationalen Vergleichen und die großen methodischen Herausforderungen einig sind.2 Neben dieser Einigkeit lassen sich freilich auch Unterschiede ausmachen, die vor allem in der Schwerpunktsetzung sowie in manchen Lösungsansätzen liegen.
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