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Die aktuelle Debatte um Local Governance betont die Bedeutung der Einbindung privater Akteure in die lokale Politikgestaltung (Benz 2004; Schwalb/ Walk 2007). Dabei verfügt das föderalistische Deutschland im Zuge seiner Tradition der Kommunalen Selbstverwaltung (von Saldern 1998; Bogu-mil/Holtkamp 2006: 14ff; Naßmacher/ Naßmacher 2007: 30ff) seit langem über eine starken Nexus zwischen privaten Akteuren, BürgerInnen und kommunaler Verwaltung sowie lokaler Politik. Dies gilt für die Entscheidungsfindung wie für die Politikimplementation. Die politische Entscheidungsfindung einer Gemeinde findet im Rat statt und ist damit durch die lokalpolitisch in Parteien oder freien Wählergemeinschaften organisierten BürgerInnen getragen. Gleichzeitig engagierten sich BürgerInnen vor Ort aktiv in Vereinen, Verbänden und Stiftungen – kurz in Nonprofit-Organisationen (NPOs) –, die in einer ganzen Reihe von Politikfeldern maßgeblich in die lokale Daseinsvorsorge1 eingebunden sind (vgl. Wollmann/ Roth 1998). Beide Formen des Engagements, im Rat sowie im Kontext der Public-Private Partnerschaften von NPOs und Kommunalverwaltung, sind traditionell Aspekte kommunaler Selbstverwaltung (Zimmer 2007: 137ff).
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