Governance — ist das wieder ein Anglizismus, mit dem Sozialwissenschaftler ihr Sprachrepertoire unnötig verkomplizieren? Liegt nicht wie bei allen aus dem angelsächsischen Sprachraum stammenden Begriffen auch bei diesem der Verdacht nahe, dass es sich hierbei um einen Modeausdruck handelt, der Altes lediglich in ein neues Gewand kleidet? Gibt es nicht geeignete deutsche Wörter, um das zu bezeichnen, was eigentlich gemeint ist? Diese Fragen liegen auf der Hand und sie haben ihre Berechtigung. Neuen Bezeichnungen sollte man mit Skepsis begegnen, vor allem dann, wenn sie plötzlich in aller Munde sind und in vielen Bereichen Verwendung finden, keiner aber so genau definieren kann, was eigentlich damit gemeint ist. Und all dies trifft für den Governance-Begriff zu.
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