ZusammenfassungEine Leitorientierung des Nachdenkens über die moderne Gesellschaft wird seit jeher — sowohl im Alltagsdenken und in der politischen Öffentlichkeit als auch in den relevanten Sozialwissenschaften — in der Frage zum Ausdruck gebracht: Was sind die Formen, Bedingungen und Möglichkeiten gesellschaftlicher Ordnung? Der Ordnungsbegriff umfasst dabei nicht nur Stabilität im Sinne eines Gleichbleibens von gesellschaftlichen Strukturen, sondern schließt solche Arten des sozialen Wandels mit ein, die schrittweise einem erkennbaren Ablaufmuster folgen und eine eindeutige gewollte Richtung aufweisen — also keine erratischen, turbulenten Veränderungen oder revolutionären Umbrüche, wohl aber allmähliche Entwicklungstendenzen oder auch zyklische Schwankungen sowie inkrementalistische Reformen.
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