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Es sei daran erinnert, daß die Ebene des Selbstinteressses an situativen Verbesserungs- und Attraktivitätschancen sozialer Programme Motiv, die Ebene der affektiv gebundenen Programme dagegen Motivation heißen soll.1 Motive sind unspezifische und diffuse Verbesserungserwartungen, Motivationen dagegen sozialspezifische Handlungsprogramme. Im folgenden soll es darum gehen, sozialpsychologische Erkenntnisse zur Fundierung dieser dualen Struktur der Handlungsdispositionen heranzuziehen. Damit werden Grenzen traditionell-soziologischer Orientierung verlassen. In Fragen der Motivation haben Psychologie und Soziologie zweifellos unterschiedliche Themen; aber das sollte nicht daran hindern, die gemeinsam nutzbaren Erkenntnisse offenzulegen. Auch andere Fächergrenzen werden überschritten. Probleme des gleichgerichteten oder konfli-gierenden Massenhandelns mit seinen kollektiven Effekten haben in der Ökonomie einen angestammten Platz. Der Behandlung öffentlicher Güter und öffentlicher Wahlhandlungen hat sich ein bestimmter Bereich der Politikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft, insbesondere in der Form der Neuen Politischen Ökonomie, angenommen.
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