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Die Geschichte des Alters, als die Summe der konventionalisierten Formen, in denen Erwartungen an Alter und ein Leben im höheren Lebensalter gedacht, antizipiert und erlebt worden ist, ist für die praktischen Gerontologien wie für die Alterssoziologie ein unübersichtliches Gelände. Es wird in der Regel gemieden oder in eher simplifizierenden Konzepten an die sie eigentlich interessierenden Gegenwartsanalysen anschlussfähig gemacht. Alter hat aber Geschichte, und ich denke, es lässt sich zeigen, dass dieser in der Regel recht sorglose Umgang der Gerontologien mit den historischen Vergleichsdimensionen ihres Gegenstandsfeldes Verzerrungseffekte in der Konzeptionierungsarbeit hat und vermutlich auch die Erledigung aktueller Analyseaufgaben erschwert. Es ist schlicht so, dass mit „Alter“ immer Themen im Spannungsfeld von Plastizität und Konstanten aufgerufen sind, dass immer Ähnliches und Unterschiedliches in Verhältnisse gebracht werden müssen. Wenn die praktischen Gerontologien glauben sollten, eine sorgfältige Integration ihrer Geschichte in die Gegenwartsanalyse vermeiden zu können, dann irren sie.
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