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Die (sozial-)pädagogische Beschäftigung mit dem Thema Geschlecht und Ethnizität in Gestalt der ‚fremden‘ Frau reicht in der Bundesrepublik Deutschland in das letzte Drittel der siebziger Jahre zurück. Damals bevorzugte Problembeschreibungen und -deutungen speisten sich aus ethnologischen Theorieangeboten, wenn sie höchst selektiv auf Kulturkonzepte rekurrierten, die aus der Kulturanthropologie und/oder ‚Völkerkunde‘ stammten. Spätestens seit Beginn der neunziger Jahre sind deutliche Veränderungen zu beobachten. Nun zeichnet sich ab, daß auch die erziehungswissenschaftliche Migrantinnenforschung in eine selbstreflexive Phase eintritt. Indem sie ihre frühen Theorieanleihen heute kritisch reflektiert, schafft sie die theoretischen Voraussetzungen für eine noch nicht vollumfänglich erreichte Umstellung: die Hinwendung zu aktuellen sozialwissenschaftlichen und philosophischen Debatten der Frauen- und Geschlechterforschung, die unter dem starken Eindruck des Poststrukturalismus einen vor allem differenztheoretischen Problem- und Gegenstandsbezug ausgeprägt hat.
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