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Dass alle Organisationen etwas mit Macht, Herrschaft und Disziplin zu tun haben, ist unmittelbar evident, sofern es sich hierbei um eine spezifische Kooperationsform handelt, der als planvoll gegründetes, arbeitsteiliges, auf ein Ziel ausgerichtetes und hierarchisch strukturiertes soziales Gebilde Handlungen zugeschrieben werden, und in dem auf Dauer gestellte Mitgliedschaftsrollen auf der Grundlage normativer Regeln kooperieren und interagieren. Die Mitgliedschaft in einer Organisation ist an jeweils spezifische Bedingungen sowie an Konformität und Disziplin gekoppelt, die über jeweils spezifische Formen der Kontrolle sichergestellt werden. So oder ähnlich lauten die klassischen, an der rationalen Verfolgung von Zielen ausgerichteten allgemeinen Definitionen von Organisationen. Ihr Bezug zu Herrschaft geht in der ebenfalls klassischen Formulierung von Max Weber (1972: 122ff.) darüber hinaus: Nicht nur innerhalb von Organisationen wird Macht und Kontrolle über die Mitglieder ausgeübt; die Organisationsform selbst wird als Bürokratie in modernen Gesellschaften zum Grundtypus der legalen Herrschaft, da sie sich aufgrund ihrer strukturellen Merkmale durch eine besondere Rationalität auszeichnet, die sie mit Legitimität ausstattet.
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