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Ich habe mich selbst nicht als Europäerin gefühlt, bis ich zum Studium in die USA ging. Irgendwann merkte ich dort, dass ich Sätze mit „We in Europe“ begann. Ich war in den USA zur Europäerin geworden, dachte erstmals bewusst in der Größenordnung dieses geographischen, politischen, kulturellen, medialen Raumes. „We in Europe“ das war die Erfahrung von vielen Länder- und Sprachgrenzen: „Ten European Cities in five Days“ bot ein amerikanischer Reiseveranstalter an. Das war die Erfahrung einer sozialstaatlichen Politik, die Kindergeld, Sozialversicherung, Gesundheitsfürsorge umfasste; einer Politik, die das Leben aber auch viel mehr regulierte und reglementierte als in den USA. „We in Europe“ bedeutete vor allem auch die ständige Begegnung mit einer langen Geschichte und einer reichhaltigen kulturellen Tradition. Nicht zuletzt beinhaltete es die Beobachtung, dass öffentlich- rechtliche Medien für die Meinungsvielfalt förderlich sind.
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