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In La Colmena (Der Bienenkorb) beschreibt der spanische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Camilo José Cela die Stadt Madrid, welche nach dem spanischen Bürgerkrieg (1940er Jahre) einem Bienenkorb gleicht: voll elender, arbeitsloser, notdürftig ihr Leben fristender kleiner Leute, hungernder Kinder, skrupelloser Schwarzhändler, lebensuntüchtiger Träumer, stolzer Mädchen, die von Armut oder Lebensgier getrieben, im Geld wohlhabender Männer das Glück suchen. Blitzlichtartig werden verschiedene Handlungsstränge gleichzeitig beleuchtet und langsam zu einem Ganzen zusammengefügt. Die spanische Hauptstadt Madrid wird dadurch als von Menschen konstituiertes Gesamtgefüge — als Sozialer Raum — beschreib- und fassbar: dabei ist dieses Gesamtgefüge gekennzeichnet durch strukturelle Ungleichheiten im Zusammenspiel mit den Bewegungen und Veränderungen der Leben der Menschen, ihren ungleichen Lebenslagen, ihren Handlungen und Interaktionen — eben ein geordnetes Durcheinander wie in einem Bienenkorb.
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