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Die Welt, in der wir leben und uns orientieren müssen, wird anscheinend immer komplexer, weil sie in immer höherem Maße in sich verflochten ist: sie ist systemhaft, d.h., Veränderungen auf entfernten Kontinenten und in andersartigen Gebieten zeigen Rückwirkungen anderswo, manchmal überall. Man denke nur an die Börsenkurse in Tokio und New York. Globalisierung, internationale Verflechtung der „global players“ oder Multis bzw. internationaler Weltorganisationen, und eine aufgrund der Informations- und Nachrichtentechnik vermittelte planetarische Allgegenwärtigkeit zeigen diese systemhaften Verflechtungen. Einzelne Akteure und Agenturen sind kaum noch in der Lage, die systemhaften Wechselwirkungen zu steuern, die ihrerseits sehr empfindlich auf manche Ereignisse und Nachrichten reagieren können. Orientierung wird in dieser vielfältig von menschlichen Eingriffen mitgeprägten, aber nicht im Einzelnen gesteuerten oder gar steuerbaren technisch-ökonomischen Komplexwelt immer schwieriger, aber immer wichtiger und zugleich weniger wirksam, da die Nachrichten- und Orientierungsdaten immer schneller veralten, höchst unübersichtlich — geradezu chaotisch — sind und eben einzelne Institutionen kaum noch steuernd handeln, sondern allenfalls im Konzert der strategisch zugleich miteinander und oft konkurrierend gegeneinander handelnden Institutionen nur Akzente setzen bzw. unter den Bedingungen vorausgeschätzter Rückwirkungen und Reaktionen der Konkurrenten und übernationalen Trends planen können.
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