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Die Informations-und Kommunikationstechnologie (IKT) eröffnet nicht bloss eine neue Welle der wirtschaftlichen Entwicklung, sondern eine neue Epoche.Sie führt, wie die erste Industrialisierung, zu evolutionären und revolutionären Veränderungen der Wertschöpfungskette. Insbesondere verlagert sich der Akzent von der Produktion zur Kommunikation.Die IKT verändert aber genauso die gemeinschaftlichen Gefüge, in denen Menschen zusammenleben: Gemeinschaften in global verteilten Medien ergänzen die traditionellen Formen wie Familien, Firmen oder Staaten.Neue Dienste und wachsende Dienstleistungsindustrien begleiten diesen Wandel.Ein neues, ganzheitliches Kommunikations-und Medienmanagement ist gefragt und seitens der BWL zur Bewältigung dieses Wandels beizusteuern.1. Information und Produktion Die Produktion von Information und ihrer Vermittlung ist heute der wohl dynamischste Wirtschaftszweig.Wir reden von der Informationsgesellschaft, der wissensbasierten Ökonomie oder -mit Blick auf die Informationstechnologie -von der digitalen Ökonomie.Kein Zweifel: Diese Technologie und die mit ihr verbundenen Industrien verändern die Struktur der arbeitsteiligen Wirtschaft, d.h.das Wertschöpfungssystem, nachhaltig und immer rascher.Auch die Gestalt der Information selber verändert sich: PC, Organizer, Internet und andere ihrer neuen Manifestationen erobern sich immer grössere Zeitblöcke von immer breiteren Bevölkerungsschichten.Solche Veränderungen sind allerdings nicht neu: Die Erfindung der Schrift, des Buchdrucks, der Telegrafie, der Massenmedien wie Zeitungen, Radio, Fernsehen, haben jeweils tiefgreifende Wirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft gehabt, Wertketten verändert, neue Produkte und Dienste gezeitigt.Was ist also neu an der digitalen Ökonomie?Ist sie ein weiterer Schritt (oder eine weitere Welle) in einer Folge von technologischen Innovationsschritten -oder handelt es sich um mehr, gar um eine neue Epoche der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung?Und welches sind die absehbaren oder die extrapolierbaren Konsequenzen?Betrachten wir die "Orte", wo der Faktor Information wirkt: 1. Der Mensch lebt in einem kognitiven Raum, der ihm die Wahrnehmung und Interpretation des Ist liefert -und gleichzeitig mögliche Welten eröffnet.Diese sind das Material für seine Wünsche.Aus ihnen wird das Soll, werden Ziele geboren -und damit seine Probleme, wenn wir Probleme definieren als Differenz zwischen Ist und Soll.Wir wollen diese kognitiven Räume, in die Menschen eingebettet sind und die ihre sinnliche Wahrnehmung ergänzen (und oft ersetzen) als Wissensmedien bezeichnen.Sie bestehen aus drei Komponenten (vgl.[Schmid 99a]): • einem logischen Raum, der die Sprache und Logik bereitstellt, in der wir zu anderen und zu uns reden; • einer sozialen oder organisationalen Komponente, die das Selbstverständnis und das Verständnis der Anderen in Gestalt von Rollen und Protokollen regelt, z.B.Mann und Frau, die Rollen im Staat oder in der Firma;
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