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Transnationalisierung ist bisher ein Randthema der Vergleichenden Erziehungswissenschaft, obwohl sich doch diese Subdisziplin mit internationalen und interkulturellen Dimensionen von Bildung und Erziehung beschäftigen sollte, mithin auch mit ‚Transnationalisierung‘, sofern diese und sobald sie den Bereich von Erziehung und Bildung betrifft. Dieser Beitrag setzt sich daher das Ziel, einige Grundgedanken zu formulieren, die die Notwendigkeit wie die (möglichen) Gegenstände und Fragestellungen einer Beschäftigung mit ‚Transnationalisierung‘ in der Vergleichenden Erziehungswissenschaft begründen können. Der im Titel gewählte Terminus ‚Transnationalisierung‘ soll dabei als Oberbegriff verwendet werden für all jene Erscheinungen, die sowohl über einzelgesellschaftliche Entitäten (Nation, Ethnie, Kultur) hinausgehen wie auch anderer Art sind als zwischengesellschaftliche (inter-nationale, inter-kulturelle) Beziehungen. Wenn im Folgenden von ‚Vergleichender Erziehungswissenschaft‘ gesprochen wird, bezeichnt der Autor damit in abgekürzter Form den Fokus und die Aufgaben derjenigen erziehungswissenschaftlichen Subdisziplin, die in der akademischen Standesvertretung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft in der Sektion International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft (SIIVE) beheimatet ist, und zwar mit den derzeit dort versammelten Kommissionen ‚Interkulturelle Bildung‘ und ‚Vergleichende und Internationale Erziehungswissenschaft‘ (wie auf der SIIVE Konferenz Februar 2005 beschlossen). (DIPF/Orig.)
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