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Europawahlen haben ihre eigenen Gesetze. Das ist wörtlich zu verstehen, aber erst recht im übertragenen Sinne. Seitdem Reif und Schmitt 1980 den Begriff der second-order elections zur Qualifizierung von Europawahlen in Umlauf gesetzt haben, hat dieser geradezu ein Eigenleben entwickelt und löst ein Feld von Assoziationen aus, die zur Erklärung der besonderen Gesetzlichkeit dienen. Auch in dem hier vorgelegten Buch kommt kein Beitrag ohne den Verweis auf den Nebenwahlcharakter der Europawahlen aus. Der Begriff hat sich zu einem Passepartout entwickelt, das zur Erklärung aller Besonderheiten und Auffälligkeiten im Akteursdreieck von Europawahlkämpfen dient und so längst über das hinausgeht, was zunächst damit gemeint war (vgl. dazu auch Reif, 1997).
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