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Medieneinflüsse auf die Politik werden allgemein als selbstverständlich unterstellt. Unter welchen Bedingungen und mit welchen spezifischen Folgen diese eintreten, sind seit jeher zentrale kommunikationswissenschaftliche Forschungsthemen. In der Politikwissenschaft jedoch spielen diese Fragen nur eine vergleichsweise geringe Rolle. Max Kaase (1998) mutmaßt, dass dies möglicherweise auf die Allgegenwart der Massenmedien zurückzuführen sei, die „als soziale Selbstverständlichkeiten unterhalb der für Forschung notwendigen Aufmerksamkeitsschwelle“ blieben. Wendet man das Argument, dann qualifiziert es zugleich das überragende Interesse der Kommunikationswissenschaft dahingehend, dass diese sich mit Selbstverständlichkeiten abgibt – und sich dabei auch noch ziemlich schwertut. Dass sie sich schwertut, bestimmt ihr Bild in der Laienöffentlichkeit wie auch in Teilen der wissenschaftlichen Literatur.
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