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Der Beitrag diskutiert Gründungspotenzial und Gründungsprozess in Deutschland konzeptionell und empirisch auf Basis eigener Studien sowie der Daten des Sozio-Ökonomischen Panel. Die bisherigen Ergebnisse stellen den für Deutschland erstmaligen Versuch einer konzeptionellen wie empirischen Strukturierung des Vorgründungsgeschehens dar. Der Gründungsprozess und die -entscheidungen werden als geplanter und emergenter, sich selbstorganisierender Prozess verstanden. Die eigene Erhebung zeigt eine Vielzahl an Gründertypen (werdend, ruhend, abgebrochen) in der Gründungs(vor-)phase. Da nur ein Bruchteil der potenziellen Gründer jemals ihre Absichten verwirklicht, ist der Gründungsprozess auch als „Trichter“ darstellbar, wobei das Ergebnis des Gründungsprozesses prinzipiell offen und nicht vorhersehbar ist. Dabei bestätigt die bivariate Analyse der empirischen Daten bereits für die Vorgründungsphase die aus bisherigen Forschungen bekannten Zusammenhänge von Gründungsaktivitäten, demographischen Merkmalen sowie dem persönlichen Hintergrund und dem Makroumfeld. Gleichzeitig weisen die Analysen darauf hin, dass dem Schritt in die Selbständigkeit zwar oft ein langgehegter, aber nicht unbedingt explizit geäußerter Wunsch zu Grunde liegt, Handlungen und Entscheidungen dagegen häufig spontan erfolgen.
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