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Die Geschichte der Einzelfallhilfe beginnt mit Mary Richmond'\s 1917 in den USA erschienenem Buch „Social Diagnosis“. In diesem Buch wird professionellen Helferinnen erstmals eine systematische Arbeitsmethode vorgestellt, die sich vom laienhaften Vorgehen der ehrenamtlich Tätigen unterscheiden soll. Bis weit in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts prägte Einzelfallhilfe als die erste unter den drei klassischen Methoden – Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit – das berufliche Selbstverständnis der Sozialarbeit (vgl. Pantu-cek 1998). Auch wenn sich in der Folgezeit weitere methodische Orientierungen entwickelten, lassen sich in den neuen Arbeitsweisen immer wieder Elemente erkennen, die bereits in den ersten Publikationen zur Einzelfallhilfe auffallen: beispielsweise „Hilfe zur Selbsthilfe“, „Ressourcenerschließung“, „Aktivierung des Umfeldes von Hilfsbedürftigen.“ Im Mittelpunkt der professionellen Sozialarbeit steht allerdings in den Anfängen die „Diagnose“ zur Ermittlung der Situation und Unterstützungswürdigkeit des Hilfsbedürftigen (2.1).
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